Räuchermischungen Report

Kräuter, Rinden, Harze, …

 

Produkte der Natur zu verdampfen oder auf andere Art dem Körper zuzuführen, das gehört schon lange zur Geschichte der Menschen. In vielen Hochkulturen, Völkern, Stämmen und Religionen ist die Verwendung von Naturstoffen für rituelle und heilende bzw. berauschende Zwecke verankert. Und so weit muss dabei gar nicht über den Tellerrand schauen. Denn im christlichen Abendmahl wird Wein gereicht. Ebenfalls im Christentum gibt es viele Räucherrituale mit Kräutern – einige davon in Vergessenheit geraten.

 

Räucherwerke aus der Vergangenheit

Das älteste Rezept für eine Räuchermischung, welches heute noch erhalten ist, stammt aus dem alten Ägypten. Dort kannte man eine Räuchermischung namens Kyphi, welche aus unterschiedlichen rein natürlichen Produkten sowie auch menschgemachten Dingen wie Rosinen und Wein bestand. Hier ein Basisrezept:

3 Teile Weihrauch; 2 Teile Benzoe; 2 Teile Myrrhe; 1 Teil Wacholderbeeren; 1/2 Teil Galgant; 1/2 Teil Zimtrinde; 1/2 Teil Zeder; 2 Tropfen Lotusaroma; 2 Tropfen Wein; 2 Tropfen Honig; einige Rosinen

Es gibt noch ein paar erweiterte Versionen. Auch gibt es Abwandlungen, die von den Römern entwickelt wurden. Darin sind zum Beispiel weitere Teile Wein und Honig enthalten, sodass die Mischung auch als medizinisches Getränk oder als Einreibung für die Haut genutzt werden konnte.

 

Räucherwerke in der heutigen Zeit

Für den Hausgebrauch gibt es schon fertige Räucherwerke, aber auch Möglichkeiten der Kombination von einzelnen Stoffen. Ob diese nun selbst gesammelt und präpariert oder fertig gekauft werden, das sei dabei dahingestellt. Hier ein paar Bestandteile, die früher wie auch heute in Räucherwerken vorkommen; und dazu ihre Wirkung:

 

Pflanzen(teile) bzw. Kräuter

  • Alantwurzel: wirkt stärkend auf Geist und Konzentration

  • Baldrianwurzel: wirkt entspannend und anregend; eher weniger erregend

  • Beifuß: beruhigt und wirkt von innen wärmend

  • Ingwer: wirkt stärkend auf Geist und Konzentration

 

Harze

  • Benzoe Sumatra: regt die Fantasie und das Liebesleben an

  • Bernstein: für das Selbstbewusstsein und die innere Ruhe

  • Dammar: als Verstärkung anderer Stoffe (Harze, Kräuter, Blüten, etc.)

  • Kampfer: wirkt stärkend auf Geist und Konzentration

 

Blüten und Blätter

  • Damiana: hilft gegen Gemütsverstimmung und -Schwankungen

  • Lavendel: wirkt entspannend und anregend, teils erregend

  • Patchouli: wirkt erdend und sinnlich, teils erregend

  • Wermut: erholsam und schlaffördernd, bei Wachheit kreativitätsfördernd